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Zahlen zu Branche und Verband

Was leistet die Schweizer Szene der Umweltbildung und Erlebnispädagogik? Eine vom Verband ERBINAT in Auftrag gegebene Untersuchung gibt erstmals Einblick ins Engagement seiner Mitglieder.

Facts und Figures

Die Umfrage
Im Rahmen einer Bachelorarbeit an der ZHAW wurde 2015 eine Onlineumfrage durchgeführt: Die Mitglieder von ERBINAT wurden ausführlich zu ihren Leistungen im Jahre 2014 befragt. Mit 30 Antworten betrug der Rücklauf 34% und stammt zu ca. 2/3 von Vertretern von Institutionen und 1/3 von Freelancern. Damit erheben die Resultate keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Dennoch sind die Resultate wertvoll – sie erlauben zum ersten Mal einen Einblick in die Verhältnisse der Deutschschweizer ERBINAT-Mitglieder.

Resultate
Die Antworten zeigen auf, dass diese 30 Mitglieder und die dazugehörigen Institutionen 2014:

  • 300 Stellen bzw. 5’000 Stellenprozent schaffen, welche mehrheitlich in Teilzeit und etwa zur Hälfte durch freie Mitarbeiter geleistet wurden
  • ca. 2-4 Millionen CHF Umsatz generiert werden
  • Insgesamt 107 verschiedene Angebote durchgeführt haben, von Teamentwicklungen über Ausbildungen bis zu Naturspielgruppen. Die durchschnittliche Dauer eines Angebotes betrug 3 Tage
  • rund 13’000 Teilnehmende erreicht haben, welche durchschnittlich 5.5 Tage dabei waren
  • insgesamt 70’000 Teilnehmertage geleistet wurden
  • alle Altersklassen erreicht wurden, und vom Bankmanager bis zum Jugendlichen mit Lernförderungsmassnahmen auch sehr verschiedene Zielgruppen
  • die Angebote am stärksten die Ziele „Zusammenarbeiten“, „eine Beziehung zur Natur aufbauen“, „Natur mit allen Sinnen erleben“ und „Wissen erwerben“ verfolgen
  • der beliebteste Durchführungsort der Wald ist und etwa ein Drittel der Angebote ganzjährig ist
  • als häufigste Herausforderungen „finanzielle Schwierigkeiten“, „Reglementierungen & Rahmenbedingungen“, „Vermarktung“ und „fehlende Anerkennung“ bestehen

Einschätzung
Die Resultate der Umfrage lassen keine verlässliche Hochrechnung auf den gesamten Verband oder die gesamte Schweizer Branche zu. Doch die Zahlen können als Mindestzahlen für die Branche verwendet werden. ERBINAT vermutet, dass die tatsächlichen Zahlen um ein vielfaches höher liegen. Denn nicht in die Umfrage eingeflossen sind z.B. die Angaben der restlichen 2/3 der ERBINAT-Mitglieder oder die Leistungen der mehr als 450 Waldkindergärten und Naturspielgruppen, die mindestens noch bestehen bzw. von denen der Verband Kenntnis hat. Ebenso würden die Zahlen weiterer Akteure das Bild schnell verändern: etwa mit den Aktivitäten von Pro Natura und WWF kämen gleich nochmals etwa 6000 erreichte Kinder und Jugendliche hinzu, mit denjenigen der Schweizer Pärke nochmals über 30’000.
Aufschlussreich wären nun weitere Umfragen mit Aussagekraft für die gesamte Schweiz. ERBINAT bleibt dran. In der Zwischenzeit werden diese und weitere Aussagen im Blog diskutiert.